Baumhauscamp

Unser Baumhauscamp war ein voller Erfolg. Die 27 jungen  Menschen - Geflüchtete und Deutsche - bewegten 10 Meter lange und über 600 Kilo schwere Baumstämme. Dabei haben sie gemerkt, dass sie gemeinsam viel erreichen konnten. Erstaunlich: Selbst der strömende Regen an zwei Tagen störte sie nicht, vielmehr wuchsen sie als Team noch stärker zusammen. Ali, ein 23-jähriger Syrer stellte danach fest, dass diese Tage seine besten in Deutschland waren, da er nicht Flüchtling, sondern Teil eines Teams war. Begleitet wurde diese erlebnispädagogische Maßnahme durch das gemeinsame Beschäftigen mit unseren Grundrechten.

Durchgeführt von der Flüchtlinsinitiative KOMM in Zusammenarbeit mit dem CVJM und der Kirchengemeinde Heckinghausen im CVJM Langerfeld.

 

Demokratie und Toleranz: Ein Kunstprojekt

Im Verlauf des Projektes hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit viele unterschiedliche Materialeien auszuprobieren. Die Arbeiten mit Acrylfarben, Collagen, Graffitis, Tusche und Bleistiftzeichnungen/Skizzen, wurden am Ende eines jeden Projekttages gemeinsam besprochen. Inhaltlich konnten sich die Teilnehmer mit den o.g. Artikeln des Grundgesetzes auseinandersetzen. Im Verlauf der vielen Diskussionen um das Thema und den erstellten Arbeiten zeigte sich bei den Teilnehmern auch eine Auseinandersetzung mit ihren eigenen Erfahrungen. Drei Teilnehmer stammten aus Familien, die kürzlich unter schwierigen Umständen ihre Länder verlassen hatten, um Zuflucht in Deutschland zu finden. In den meisten Arbeiten spiegelte sich immer wieder die Identität der Teilnehmer wieder. Besonders fielen einige sehr ausdrucksstarke Bilder den Betrachtern auf, wo es deutlich wurde, wie Teilnehmer sich diesem Medium der Kunst bedienten, um Erlebtes zu verarbeiten. Einige der Arbeiten zeigten eine grafische Auseinandersetzung mit dem Thema, die mehr an Plakatkunst und Parolen auf Häuserwände erinnerte. Somit konnten sich die Teilnehmer auf verschiedenen Ebenen mit der „Demokratie“ künstlerisch beschäftigen und im Verlauf sich dem Thema noch mit einer inhaltlich tieferen Betrachtungsweise auseinander setzen. Gerade in Hinblick auf das Thema „Flucht“, wurde hier die für uns immer selbstverständliche Demokratie von den jungen Künstlern mal aus einer anderen Perspektive betrachtet. An dem Kunstprojekt nahmen insgesamt 16 Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten teil. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren setzten ihre Eindrücke, Erfahrungen und Wünsche zum Thema "Demokratie und Toleranz" künstlerisch um. Am Ende wählten die Teilnehmer die Arbeiten aus, die sie in einer Gemeinschaftsausstellung einem Kunst- und politisch interessierten Publikum zeigen wollten. Im Vorfeld haben die Kinder und Jugendlichen für die Vernissage Brownes gebacken. Zum Abschluss des Projektes gab es noch eine gemeinsame Kochaktion. Am 17. November wurden über 200 Personen persönlich zu einer Vernissage eingeladen. Eine große Anzahl an Besuchern aus Politik, Bewohnern, Eltern, Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern besuchte die Ausstellung.

Durchgeführt von der Diakonie Wuppertal; Kinder Jugend Familie gGmbH

 

Nachbarköpfe

Die Zuwanderung von geflüchteten Menschen nach Deutschland führt neben den Aussprüchen für eine offene und tolerante Gesellschaft, in der aktuellen Entwicklung zunehmend  zu angstbesetzten Debatten. Rechtpopulistische Parteien und Organisationen gewinnen an Zulauf und rechtsextreme Äußerungen in Medien Politik und der Zivilbevölkerung häufen sich. Geflüchtete werden in der Regel als homogene Gruppe betrachtet. Hinzu kommt, dass sie kaum Möglichkeiten haben, sich gegen die Stigmatisierungen zu Wehr zu setzen und es fehlen ihnen weitgehend politische Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Tendenz betrachten wir, insbesondere bezüglich der  kommenden Wahlen, als besorgniserregend. Deswegen möchten wir (Flüchtlingshilfe Nordstadt, Alte Feuerwache gGmbH , Wuppertaler Künstler Friedhelm Büchele, startpunkt.e.V., Quartiersmanagement für Integration Nordstadt) ein Projekt initiieren, welches Toleranz und das Ankommen in einer neuen Gesellschaft thematisiert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Als künstlerisches Mittel werden die sogenannten „Nachbarköpfe“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um 3,5 Meter große Köpfe aus Ballonstoff. Mittels Videoprojektionen werden sowohl die Gesichter der Teilnehmenden gezeigt, als auch ihre Geschichte erzählt. Wir beabsichtigen, die Köpfe an einem belebten Platz im Stadtteil ausstellen und sind darüber mit der Stadt Wuppertal in Verhandlung. Die teilnehmenden Geflüchteten aus unterschiedlichen Communities, Migranten*innen  mit Fluchterfahrung und Vertriebene aus Ost-Europa nach 1945 erarbeiten gemeinsam in einer Projektgruppe mit dem Künstler und den Projektbeteiligten eine künstlerische Aufarbeitung ihrer gemeinsamen Fluchtthematik. Dabei können unter anderem  folgende Fragen im Zentrum stehen: Mit welche Hoffnungen, Erwartungen und Ängsten war deine Flucht verbunden?  Wie wurdest du aufgenommen? Wie stellst du dir deine Zukunft vor bzw. wie hast du sie dir damals nach deiner Flucht vorgestellt? Was würdest du einem Geflüchteten heute raten, der nach Deutschland bzw. Wuppertal kommt? Die Präsentation der Ergebnisse findet draußen in der Öffentlichkeit statt und soll möglichst viele Menschen erreichen, vor allem auch diejenigen, die zu Stereotypisierung tendieren. Einer der Köpfe kann interaktiv mit den Passanten*innen in Aktion treten und sich mit ihnen über die Thematik austauschen.  

Durch die Fragestellung setzen sich die Teilnehmenden mit ihrer Biografie, eigenen Vorurteilen und Ängsten auseinander. Die Begegnung von Geflüchteten aus unterschiedlichen Kulturkreisen, mit unterschiedlichen Biografien und Weltanschauungen bietet dabei interessante Synergien.  Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden deutlich. Die Passanten*innen werden mit anderen und zum Teil auch konträren Weltanschauungen konfrontiert.  

Durch das Projekt erfahren die Besucher, dass hinter anonymen Nachrichten und Begrifflichkeiten wie „Flüchtlinge“ Individuen mit Gesicht stecken,  die Ihre eigene Geschichte haben und keine homogene Gruppe bilden. Das Projekt soll  auf beiden Seiten zum Abbau von Vorurteilen und zu mehr Toleranz und Zuversicht hinsichtlich des Zusammenlebens führen. Weitere Ziele:

Stereotypisierung aufheben

·         Einer Gruppe von Menschen, die kein Stimmrecht haben, die Möglichkeit zu geben, ihren Meinungen und Ansichten öffentlich kundzugeben

·      Begegnungen und Austausch zwischen Geflüchteten aus unterschiedlichen Communities, Migranten*innen und Einheimischen wird gefördert, wodurch die gegenseitige Akzeptanz gesteigert und strukturelle Diskriminierung bestimmter Gruppen entgegengewirkt werden

·         Menschen mit der Fluchtthematik erreichen, die sich kaum mit dieser beschäftigen bzw. deren Meinung angstbesetzt ist.

      Durchgeführt von: Internationales Jugend- und Begegnungszentrum Alte Feuerwache gGmbH      

 

      Demokratie und Toleranz: Die neue Bildungsreihe der Börse

Den Startschuss gibt der Aktionstag „Du bist Demokratie“ und dem Stopp des Aktionsbusses der Demokratie leben–Tour der Landeszentrale für politische Bildung NRW am Mittwoch, 06. September, an der börse.

Am Abend des 6. Septembers feiert die neue Vortrags- und Diskussionsreihe Kulturkampf von rechtsihr Debüt. Dann referiert der bekannte investigative Journalist und Buchautor Jürgen Roth  über eine von autoritären Machthabern und dem Rechtsruck in der westlichen Welt gefährdete Demokratie.

Die Reihe Kulturkampf von rechts findet am Mittwoch, 20. September, ihre Fortsetzung, wenn Lenard Suermann über dieIdentitäre Bewegungaufklären kann.

Der Dramaturg Alexander Kerlin denkt am Mittwoch, 11. Oktober, mit Stippvisiten in ultrarechte und autokratische Kulturdiskurse über gegenwärtige Bedrohungen für die Freiheit der Kunst nach.

Am Mittwoch, 22. November, berichtet der New Yorker Journalist Riccardo Valsecchi über die Alt-Right Bewegung in den USA und den Populisten Stephen Bannon.

Über den Chefberater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Yigit Bulut und dessen Verschwörungstheorien referiert am Mittwoch, 29. November, Dr. Kemal Bozay

Durchgeführt von: Die Börse

 

Veranstaltungsreihe zum Thema Migration Each 1 Teach 1

 

 

Durchgeführt von: KiTma e.V.
 
Veranstaltungsreihe des Vereins Kult-Sport e.V.:
 

Projektwoche „Gegen das Vergessen“ / Regionalbüro Arbeit und Leben DGB/VHS Berg-Mark e. V.

Innerhalb der Projektwoche „Gegen das Vergessen“ besuchen die Teilnehmenden Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Teilnehmenden, Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren, fahren in drei Gruppen zur Gedenkstätte Breendok (Belgien), Vught (Niederlande) und Hadamar (Hessen). Diese Fahrten werden vorbereitet, in dem in Gruppenarbeiten verschiedene Aspekte, wie Euthanasie oder jüdische Kultur, der Zeit von 1933-1945 behandelt werden. Nach Abschluss der Fahrten wird mit den Teilnehmenden das Erlebte reflektiert und analysiert. Die Ergebnisse sollen dann der Schulöffentlichkeit präsentiert werden. 83 Jungen und 84 Mädchen sollen an der Projektwoche und den Fahrten teilnehmen. Kooperationspartner des "Regionalbüros Arbeit und Leben" waren die Gesamtschule Barmen, das Erzbischöfliche Generalvikariat Köln und die Begegnungsstätte Alte Synagoge.

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„Über die Welt und Gott“ / Katholisches Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid

Mit der Informationsveranstaltungsreihe soll der Frage nachgegangen werden, wie sich eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert als Einwanderungsgesellschaft versteht. Das Projekt soll einen Diskussionsraum für diese Frage bieten. Daneben sollen gängige Vorurteile benannt und diskutiert werden, Europas Verantwortung für Flucht dargestellt und die sogenannte „Flüchtlingskrise“ auf ihre Faktizität überprüft werden. Die Veranstalter rechnen mit einer Teilnehmerzahl von etwa 400 Personen. Kooperationspartner des Katholischen Bildungswerkes waren die City-Kirche Elberfeld, die Buchhandlung v. Mackensen, der Katholikenrat und die Begegnungsstätte Alte Synagoge.

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Lesung: Nizaqete Bislimi - „Durch die Wand“ (Dumont 2015)

Nizaqete Bislimi, geboren 1979 im Kosovo, arbeitet heute als Rechtsanwältin in einer Essener Anwaltskanzlei und ist Erste Vorsitzende des „Bundes Roma Verbands e.V.“ In ihrem Buch „Durch die Wand“ (Dumont 2015) erzählt sie ihren Lebensweg von der Asylbewerberin zur Rechtsanwältin.

Ort: Buchhandlung v. Machenden, Friedrich-Ebert-Str. 12, 42103 Wuppertal
Datum: 19. September 2016
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid
Eintritt: 5,00 Euro*/6,00 Euro

Weitere Informationen

 

"1. Wuppertaler Afrika-Filmtage" / Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

 

16.9. bis 27.9.2016 im Rex-Kino Elberfeld

Die Wuppertaler Initiative hat in Kooperation mit der Filminitiative in Köln und dem Rex-Kino in Wuppertal-Elberfeld die ersten "Afrika-Filmtage" im September diesen Jahres organisiert. Durch die Vermittlung aus Köln hatten wir die Möglichkeit 9 Filme aus 9 Ländern zu zeigen und außerdem drei Regisseurinnen als Gäste zu begrüßen. Das filmische Angebot reichte von Dokumentarfilmen über Spielfilme bis hin zu Kurzfilmen. An drei Abenden standen unsere Gäste zur Diskussion zur Verfügung. Zur Eröffnung der Filmtage konnten wir die simbabwische Sängerin "Rutendo Machiridza" gewinnen. Sie leitete die Filmtage mit einem halbstündigen Auftritt ein. Insgesamt haben wir etwa 320 Gäste zu den Filmtagen empfangen können.

Neben diesen Tagen konnten wir ein kleines Rahmenprogramm auf die Beine stellen: Im "Klub" auf der Gathe fand eine Aftershow-Party statt, im Swane-Cafe wurde eine "Hakuna-Matata-Party veranstaltet und im "U-Club" trat der Sänger "Rebellion the Recaller" auf.

Insgesamt waren die Filmtage ein voller Erfolg. Auf Grund dessen und der durchweg positiven Resonanz des Publikums planen wir derzeit die nächsten Afrika-Filmtage für das Jahr 2017.

 

"Mensch:Utopia" / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Das Wuppertal Institut forscht und entwickelt seit Jahren zum Thema Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung. Im Rahmen des Projektes "Utopia:Mensch" führt ein Künstlerteam bestehend aus Uta Atzpodien, Achim Konrad und Kim Münster Videointerviews mit unterschiedlichsten Menschen aus ganz Wuppertal: vielfältig, ob ihres Alters, kulturellen Hintergrunds, sozialer Schicht, Geschlechts etc. Ziel ist, den Menschen im Miteinander für die Zukunft dieser Stadt eine Stimme und ein Gesicht zu geben. Sie werden dafür zu einer (ihrer) mutmaßlichen Reise nach "Utopia" befragt, einer zukünftigen, anderen Gesellschaft, wie sie sich diese Gemeinschaft mit Fokus auf Zusammenleben und Nachhaltigkeit vorstellen. Die Interviews werden zu filmischen Kurzportraits, die im Rahmen verschiedener Konferenzen des Wuppertal Instituts sowie an mehreren Stellen im Stadtgebiet öffentlich präsentiert. Sie sollen so zur Auseinandersetzung mit den Themen Zusammenleben, Zukunft gestalten und zur Beteiligung an solchen Prozessen anregen. Das Projekt startete im Juli 2016 und läuft bis zum Ende des Jahres. Kooperationspartner des Wuppertal Instituts waren Vier/Zwo/Zwo Quartierbüro Soziale Stadt und das Swane-Cafe.

 

"Auf den Deckel" / Regionalbüro Arbeit und Leben DGB/VHS Berg-Mark e. V.

 

In enger Kooperation mit der Bergischen VHS und der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz soll eine breite Öffentlichkeit für die Themen Vorurteile und Rassismus im Kontext Flucht und Asyl sensibilisiert und gestärkt werden. Um sogenannten "Stammtischparolen" entgegen zu wirken bedarf es der Aufklärung durch Fakten. Wichtig ist vor allem, die Fakten gegen Vorurteile und Gerüchte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so die Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit rassistischen Ressentiments und verbalen Angriffen zu stärken. Mit der Bierdeckelaktion werden Argumente gegen Vorurteile öffentlichkeitswirksam transportiert, in Kneipen, Cafés und an anderen Orten, an denen Menschen zusammentreffen, miteinander in Kontakt kommen und möglicherweise auch mit rassistischen Aussagen konfrontiert werden. Diese Aktion läuft von Oktober bis Dezember 2016.

 

"Hand in Hand gegen Rassismus" / Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum

Das produzierte Banner "Hand in Hand: Für Vielfalt und Menschenrechte" soll deutlich machen, wofür die Kirchengemeinde in dem multikulturellen Stadtteil steht. Deutlich werden soll nach außen hin, dass sich die Gemeinde gegen rechts-populistische Strömungen und Rassismus stellt. Durch die Lage der Kirche an einer zentralen Kreuzung und die Anbringung am Außenzaun, soll die Botschaft in eine breite Öffentlichkeit getragen werden und zur Auseinandersetzung aufrufen. Die Aktion läuft von September bis Dezember 2016.

 

"Das bin Ich" / Regionalbüro Arbeit und Leben DGB/VHS Berg-Mark e. V.

Gesellschaftliche Konflikte werden aktuell häufig auf Migration und die migrierenden oder bereits angekommenen Menschen bezogen und als Problem der Einwanderungsgesellschaft gedeutet. Selten auf herrschende soziale Ungleichheiten. Eine sozial kohäsive Gesellschaft ist möglich, wenn eine gegenseitige Akzeptanz von Kulturen und Lebensformen besteht und die politische sowie gesellschaftliche Teilhabe von Minderheiten gewährleistet werden kann. Ehrenamtler sollen mit Hilfe von erfahrenen Journalisten, einzelne Portraits von Migranten (auch mit Fluchterfahrung) schreiben, die anschließend publiziert werden. Durch diese Aktion sollen Menschen mit Migrations- und /oder Fluchterfahrung, ihre Beweggründe und Hoffnungen ein Gesicht bekommen und somit Vorurteile in der Mehrheitsgesellschaft dekonstruiert werden. Außerdem soll der porträtierten Zielgruppe somit verholfen werden sich willkommen zu fühlen und auf "Fremde" zuzugehen. Das Projekt läuft von Oktober bis Dezember 2016. Kooperationspartner des "Regionalbüros Arbeit und Leben" waren das Katholische Bildungswerk und das Swane-Cafe.

 

"Fluchtgeschichten" / Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

Das Thema Flucht wird derzeit breit und kontrovers diskutiert. Besonders die Frage "Schaffen wir das?" wird immer wieder gestellt. Die Frage "Wie schaffen das die Geflüchteten?" stellt kaum jemand. Ziel des Projektes ist eine breite Öffentlichkeit zur Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht aus der Sicht der Geflüchteten zu bringen. Hierzu werden 60 Fluchtgeschichten von Geflüchteten dokumentiert und am Ende des Jahres auf einer Internetseite in Auszügen veröffentlicht. Die Gruppe der Geflüchteten besteht aus Senioren, welche nach dem 2. Weltkrieg ihre Herkunftsorte verlassen mussten und aus aktuell Geflüchteten, größtenteils aus Eritrea, Somalia und Syrien. Die Interviews orientieren sich an folgenden Fragestellungen: Was bedeutet Flucht für die Betroffenen? Welche Gründe sind es, die Menschen zur Flucht treiben? Werden Fremde willkommen geheißen? Wie finden sich Geflüchtete im neuen Lebensumfeld zurecht? Das Projekt läuft von Oktober bis Dezember 2016. Eine Fortsetzung und Vertiefung ist für 2017 geplant.

 

„Freude Teilen an Weihnachten“ / Wuppertaler Stadtmission

Ziel war es eine Willkommenskultur zu gestalten und die Integration zu fördern. Die Wuppertaler Stadtmission lud Menschen aus ihrer Flüchtlingsberatung zu einer weihnachtlich geprägten Feier ein. Aufgrund der vielen Besucher der Beratung, wurde die Feier dreimal durchgeführt. 380 Menschen nahmen insgesamt an den Feiern teil. 

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„Willkommen in Deutschland - Willkommen in der Bibliothek“ / Vereinigung der Freunde der Stadtbibliothek Wuppertal e.V. 

Die Bibliothek erweiterte ihre Angebote für Kinder mit dem Schwerpunkt auf Integration und Sprachförderung durch Medienkenntnis und Mediennutzung. Zielgruppen waren Kinder aus Seiteneinsteiger-Klassen, die die Regelklassen auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse noch nicht besuchen konnten, geflüchtete und andere neuzugewanderte Kinder. Durch die Zusammenarbeit mit Seiteneinsteiger-Klassen konnten bereits 36 Kinder kurz nach Projektbeginn das Angebot nutzen. Das Angebot ist dauerhaft und offen für alle.

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„Komm an – Stabilisierung und Integrationsförderung von Kindern mit Fluchterfahrung“ / Alte Feuerwache an der Gathe in Wuppertal 

Die Stabilisierungsgruppe setzte sich zusammen aus 4 Mädchen und  4 Jungen aus geflüchteten Familien verschiedener Herkunftsländer (6 Kinder aus Syrien, 2 Kinder aus Ägypten). Sie trafen sich in ihrem Gruppenraum, der gemeinsam gestaltet und so der Anlaufpunkt für gemeinsame Aktivitäten wurde. Auch die Eltern hatten Möglichkeit sich zu informieren und beraten zu lassen. Die Kinder lernten die Angebote der Alten Feuerwache kennen, nahmen am Mittagstisch, Hausaufgabenhilfe und der Förderung im Bereich Sprache teil. Ein Gruppentreffen zum Abschluss des Tages bot die Möglichkeit den Tag mit Spiel oder anderen kreativen Angeboten ausklingen zu lassen.

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„Wuppertal hat keinen Platz für Rassismus – Refugees welcome“/ Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

Ziel des Projektes war, eine breite Öffentlichkeit für das Thema Rassismus zu sensibilisieren und Solidarität mit Flüchtlingen sichtbar zu machen. Hierfür wurden Gruppen gesucht, die sich mit einem Banner mit der Aufschrift „Wuppertal hat keinen Platz für Rassismus“  (im Layout des Ortseingangsschildes) fotografieren lassen, aus dem wiederum ein Banner angefertigt wurde – das Aktionsbanner. Des Weiteren war Bestandteil des Projektes, das die Gruppen dieses Aktionsbanner gut sichtbar an einem Gebäude aufhängen und für zwei Monate dort hängen lassen.

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Zweite Demokratiekonferenz im November 2015

Am 18.11.2015 fand in der „Alten Feuerwache“ die 2. Demokratiekonferenz der „Partnerschaften für Demokratie“ statt. Darin wurden Ideen und Projekte im Bereich der Förderung von Demokratie und der Arbeit für Toleranz und Zusammenleben in Wuppertal erarbeitet.